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Kältemittel bei Wärmepumpen: Warum R290 immer wichtiger wird

Bei der Auswahl einer Wärmepumpe achten viele Hausbesitzer auf Effizienz, Kosten und Förderungen. Ein technischer Faktor gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung: das eingesetzte Kältemittel.

Denn es beeinflusst nicht nur die Leistung und Effizienz einer Wärmepumpe, sondern auch ihre Umweltbilanz und Förderfähigkeit.

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Welche Aufgabe hat das Kältemittel?

Das Kältemittel ist das zentrale Arbeitsmedium jeder Wärmepumpe. Es ermöglicht den Transport von Wärme aus der Umwelt ins Gebäude.

Der Prozess funktioniert vereinfacht so:

  • Aufnahme von Umweltwärme (z. B. aus Luft oder Erdreich)
  • Verdampfen des Kältemittels bei niedrigen Temperaturen
  • Verdichtung und Temperaturerhöhung
  • Abgabe der Wärme an das Heizsystem
  • Wiederverflüssigung und erneuter Kreislauf
 

Ohne Kältemittel ist eine Wärmepumpe technisch nicht funktionsfähig

Warum rücken Kältemittel in den fokus?

In den letzten Jahren hat sich der Fokus deutlich verschoben. Neben Effizienz spielen heute auch Umwelt- und Regulierungsaspekte eine zentrale Rolle:

  • EU-F-Gase-Verordnung (Reduktion klimaschädlicher Kältemittel)
  • Klimaziele im Gebäudesektor
  • steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit
  • Förderpolitik der Bundesregierung
 

Dabei wird insbesondere der sogenannte GWP-Wert (Global Warming Potential) immer wichtiger.

Was bedeutet der GWP-Wert?

Der GWP-Wert beschreibt das Treibhauspotenzial eines Stoffes im Vergleich zu CO₂.

👉 Je niedriger der Wert, desto geringer die Klimawirkung.

Wichtig: Für R290 (Propan) werden je nach wissenschaftlicher Bewertungsgrundlage auch ältere Werte von ca. 3 angegeben. Aktuelle IPCC-Bewertungen liegen jedoch deutlich niedriger bei etwa 0,02.

5% zusätzliche Förderung durch die BEG

Ein wichtiger Vorteil für Hausbesitzer:

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) berücksichtigt das eingesetzte Kältemittel bei der Förderung.

👉 Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln wie R290 (Propan) erhalten einen zusätzlichen Effizienzbonus von 5 %.

Dieser Bonus wird zusätzlich zur Grundförderung gewährt und kann die Gesamtförderung deutlich erhöhen.

Die Grundlage dafür ist, dass Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln als besonders klimafreundlich eingestuft werden.

Fazit

Kältemittel sind längst kein technisches Detail mehr, sondern ein entscheidender Faktor für Effizienz, Umweltbilanz und Förderung von Wärmepumpen.

Besonders R290 (Propan) setzt sich zunehmend durch, da es eine sehr gute Kombination aus Effizienz, Umweltfreundlichkeit und Zukunftssicherheit bietet.

Zusätzlich profitieren Hausbesitzer in Deutschland von einem 5 % Förderbonus im Rahmen der BEG, wenn natürliche Kältemittel eingesetzt werden.

Wer heute in eine Wärmepumpe investiert, sollte das Kältemittel daher unbedingt als zentrales Entscheidungskriterium berücksichtigen.

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